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Jugendverkehrsschule - Neue, vom Förderverein des Polizeipräsidiums gespendete Laufräder sollen die zentrale Fahrradausbildung im Landkreis ergänzen.

Von Andreas Uitz

2017 11 09 HZSchon seit Jahrzehnten gibt es die Kreisverkehrswacht, die sich über die Jugendverkehrsschule um die Fahrradausbildung der Viertklässler im Landkreis kümmert. Die grundsätzliche Aufgabe ist unverändert geblieben, auch wenn sich die Voraussetzungen verändert haben. Noch immer gilt es, Kindern die Regeln des Straßenverkehrs beizubringen um deren Sicherheit zu erhöhen. Doch während früher die allermeisten Kindern schon radfahren konnten, gilt es heutzutage nicht selten, den Grundschülern erst mal ein Gefühl fürs Radfahren beizubringen.

Viele motorische Schwierigkeiten

„Die Sache mit der Balance ist oft auch ein Balanceakt“, sagte die Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Dr. Waltraud Bretzger, bei der Übergabe von insgesamt zwölf hölzernen Laufrädern. Zwar fand diese Veranstaltung auf dem Gelände der Heidenheimer Jugendverkehrsschule statt, doch die Räder sind auch für die Einrichtungen in Göppingen, Ulm und Biberach bestimmt.

Eigentlich sind die Räder, die durch eine Spende des Fördervereins des Polizeipräsidiums Ulm angeschafft werden konnte, dafür gedacht, auch behinderten Kindern die Verkehrsausbildung zu ermöglichen. „Aber immer häufiger stellen wir fest, dass auch Kinder ohne Handicap große Defizite bei ihren motorischen Fähigkeiten haben“, betonte Bretzger. Auch ihnen könnten die neuen Laufräder wertvolle Dienste leisten. Außerdem gebe es viele Kinder mit Migrationshintergrund, vor allen Dingen aus Flüchtlingsfamilien, die das Radfahren nicht beherrschen. Aber für welche Kinder auch immer: „Die neuen leichten Räder bieten ein hohes Maß an Sicherheit und nehmen die Angst vor einem Sturz. Sie sind sowohl bei der Inklusion als auch bei der Integration sehr von Nutzen“, so die Vorsitzende der Kreisverkehrswacht.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Friedrich Nägele, erklärte, dass in Zeiten, in denen so viel über Inklusion geredet werde, diese bei der Verkehrsausbildung auch eine große Rolle spiele. Gleiches betonte Polizeipräsident Christian Nill. Auch er ging auf die fehlenden motorischen Fähigkeiten bei vielen Kindern ein: „Teilweise werden die ersten beiden Tage der Verkehrsausbildung darauf verwendet, die Kinder im Gleichgewicht zu schulen.“ Außerdem sprach Nill am Rande die Diskussion um die Zentralisierung der Verkehrsausbildung in Heidenheim an: „Die Qualität in der Ausbildung ist nur stationär haltbar.“

 

Diskussion um Übungsplätze hält an

Nach wie vor steht vonseiten des Polizeipräsidiums die Forderung im Raum, auch in Heidenheim die Verkehrserziehung für den Landkreis zu zentralisieren. Derzeit gibt es noch insgesamt 17 Übungsplätze im Kreis.

Die Bürgermeister versuchen, möglichst viele Plätze zu halten, doch entschieden ist derzeit noch nichts.

Vonseiten der Polizei wurde jetzt ein neuer Vorschlag eingebracht. Der beinhaltet eine Reduzierung auf vielleicht zwei zentrale Plätze im gesamten Landkreis.

 

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