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Verkehrserziehung: Für den Standort eines Trainingsplatzes im unteren Brenztal gibt es mehrere Bewerber. In Sontheim zeigt man sich vom „Vorpreschen“ des Giengener Oberbürgermeisters überrascht.

Von Laura Strahl

Wo sollen Grundschüler im Kreis Heidenheim künftig lernen, wie man sich als Fahrradfahrer im Straßenverkehr richtig verhält? Neben dem Verkehrserziehungsplatz
am Heidenheimer Festplatz soll es einen weiteren Standort im unteren Brenztal geben – so viel steht nun nach langer Diskussion zwischen Bürgermeistern und Vertretern des Ulmer Polizeipräsidiums fest. Wann genau entschieden wird, ob Giengen, Sontheim/Brenz oder Hermaringen zum Zug kommt, sei aber noch offen, sagte jüngst Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska als Vorsitzender der Bürgermeisterrunde im Landkreis.

Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Matthias Kraut
Sontheims Bürgermeister

2017 11 18 HZWenn es nach Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle geht, kommt seine Stadt aber am ehesten in Frage. Immerhin, so erklärte er diese Woche gegenüber der Heidenheimer Zeitung, habe man als Schulstadt die meisten Schüler. Finanziell gesehen sei die Einrichtung eines neuen Platzes an der Schwagehalle daher für alle betroffenen Gemeinden am sinnvollsten. Ähnlich sehe das übrigens auch Polizeipräsident Christian Nill.

Im benachbarten Sontheim zeigt man sich vom „Vorpreschen“ des neuen Giengener Kollegen allerdings ziemlich überrascht. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt Bürgermeister Matthias Kraut. Genau wie die Stadt Giengen habe man nämlich auch in Sontheim Interesse am zweiten Verkehrserziehungsplatz bekundet und stehe in Kontakt mit dem Ulmer Polizeipräsidium. Bei einem Termin Anfang Dezember werde man den bestehenden Übungsplatz (Parkplatz der Gemeindehalle) gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Polizeipräsidiums unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie groß der finanzielle Aufwand wäre, damit dieser die gewünschten Anforderungen erfüllt. Gegebenenfalls werde man dann Schule und Gemeinderat einbinden. Und bis dahin, so Kraut, werde man entspannt bleiben.

Auch Hermaringens Bürgermeister Jürgen Mailänder zeigt sich abwartend. Seinem Kenntnisstand nach müsse jetzt zunächst einmal jede Gemeinde prüfen, ob ein geeigneter Platz zur Verfügung steht und wie viel die Herstellung eines neuen bzw. die Ertüchtigung eines bestehenden Platzes kosten würde. Dies und die Klärung der Finanzierung der jährlichen Betriebskosten seien „Voraussetzung dafür, dass die Gemeinden in ihren Gremien entscheiden können, ob sie sich als Standort des zweiten Verkehrsübungsplatzes bewerben möchten“. Denn sicherlich, so Mailänder weiter, würde das Thema doch in allen betroffenen Gemeinderäten landen, seien die zu erwartenden Kosten doch nicht gerade gering. Sollten dann noch immer mehrere Bewerber übrig bleiben, müssten sich diese Gemeinden untereinander einigen. Mailänder: „Aus meiner Sicht ist deshalb bezüglich eines Standortes noch keine Entscheidung gefallen.“

Immerhin, in einer Sache sind sich alle (Ober-)Bürgermeister einig: Dass es im Kreis Heidenheim nicht nur einen, sondern zwei Übungsplätze geben wird, sei sehr erfreulich. „Ein Verhandlungserfolg“, sagt etwa Bürgermeister Kraut, und ein „Entgegenkommen des Polizeipräsidiums“. Sehr zu begrüßen, sagen auch Jürgen Mailänder und Dieter Henle.

 

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