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Verkehrserziehung: Nach Ansicht des Oberbürgermeisters sprechen mehrere Argumente für eine Anlage in Giengen für die Ausbildung von Grundschülern.

Von Marc Hosinner

Aufs Fahrrad setzen und unter der Regie von Polizisten die Regeln im Straßenverkehr lernen: Auf den Schulhöfen des Landkreises war das jahrzehntelang gängige Praxis. Kein Wunder, dass die Pläne der Polizei, die Verkehrserziehung in Heidenheim zu zentralisieren, nicht ohne Widerspruch blieben. Besonders die Bürgermeister im Kreis sprachen sich vehement gegen die Überlegungen aus und bestanden zunächst darauf, dass die Verkehrsausbildung wie gehabt vor Ort an den Schulen über die Bühne geht und die Jugendverkehrsschule der Kreisverkehrswacht in die Städte und Gemeinden kommt.

2017 11 16 1 HZDie weit auseinanderliegenden Vorstellungen mündeten nun in einen Kompromiss: Zusätzlich zu Heidenheim soll es einen zweiten Platz im Landkreis geben. Sontheim, Hermaringen und Giengen sind in der engeren Auswahl. Welcher Ort zum Zug kommt, wird die Dienstversammlung der Bürgermeister wohl noch in diesem Jahr entscheiden.

Lob für die Polizei

„Zunächst ist die Entscheidung für einen zweiten Platz sehr zu begrüßen, schon allein aus Sicht der Kosten, die durch die Beförderungen der Schüler nach Heidenheim und zurück entstehen. Es wurde ein gutes Ergebnis erzielt. Dabei muss man auch die Polizei loben“, sagt Oberbürgermeister Dieter Henle. Seiner Ansicht nach müsse der zweite Trainingsplatz in Giengen angesiedelt werden. „Die Schulstadt Giengen sollte über einen Übungsplatz verfügen“, so Henle, der damit seinen Standpunkt klar umreißt. Dies auch aus Kostengründen: Giengen verfüge im Vergleich zu Hermaringen und Sontheim über mehr Schüler und Klassen, die zu einem Übungsplatz gefahren werden müssten.

Bisherige Plätze nicht nutzbar

Allerdings: Keiner der Plätze, die bislang für die Ausbildung im Straßenverkehr in Giengen und den Teilorten genutzt wurden – an der Bergschule, der Bühlschule oder an der Grundschule Burgberg – sei geeignet, auch künftig als Übungsplatz zu fungieren. An der Bergschule fehlt beispielsweise ein aufgezeichneter Kreisverkehr, der Platz in der Südstadt ist durch den Bau des Kindergartens zum Teil schlichtweg nicht mehr vorhanden.

„Die traditionellen Schulhöfe sind nicht geeignet. Wir brauchen einen geschützten Raum, der den aktuellen Anforderungen der Straßenverkehrsregeln entspricht“, sagt das Stadtoberhaupt, das den Schotterplatz an der Schwagehalle für geeignet hält. Dieser müsse allerdings „ertüchtigt“ werden.

„Auch Polizeipräsident Christian Nill favorisiert Giengen als zweiten Standort zur Verkehrserziehung im Unteren Brenztal“, so Henle. Die Stadt ermittle derzeit in Abstimmung mit der Polizei die Kosten für einen stationären Übungsplatz an der Schwagehalle.

„Die Entscheidung werden letztlich die Bürgermeister wohl noch in diesem Jahr fällen“, so Oberbürgermeister Henle.

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